Sonntag, 29. Januar 2017

29 Tage 2017

Berlin: Internationale Tapeten – Farbenmischzentrale – Gardinenstudio
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Essensideen, die wie eine Kriegserklärung klingen: Ich brate den Chicoree und esse ihn mit Parmesan!!!
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Dreigroschenopern-Songtitel-Ideen für die heutige Zeit: „Ballade vom prekären Leben“, „Kinderwunsch-Duett“, „Das Lied vom Essenbestellen“.
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Der Futblog meldet sich ab. Mit einer Begründung, die ich sehr gut nachvollziehen kann. Wahrscheinlich kennen das viele: Hielt man seine eigene Meinung vor ein paar Jahren noch für einen äußerst wertvollen Debattenbeitrag, ist einem inzwischen die Beschränktheit der eigenen Perspektive klargeworden – und die Tatsache, dass die eigene Stimme andere, bei denen es wichtiger wäre, dass sie gehört werden, übertönt. Einfach mal öfter die Klappe halten – gut. 
Dass diese Schlussfolgerung aber unter anderem dazu geführt hat, dass ich kaum noch schreibe, beobachte ich wiederum in Hinblick auf meine Entwicklung als denkender Mensch dann doch mit Besorgnis. Denn damit, dass ich Geschichten erzählen möchte, diese Geschichten aber aus Gründen für nicht erzählenswert halte, stelle ich mir andauernd selbst ein Beinchen. Derweil bleibt das Blatt Papier natürlich weiß.
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La La Land gesehen. Fast unfreiwillig (der Film, in den wir eigentlich wollten, war ausverkauft. Aber die Zilliarden Oscar-Nominierungen hatten mich doch auch neugierig gemacht). Gedacht, ich würde augenrollend im Kino sitzen, dann unverhofft sehr eingenommen gewesen. Beim Hätte-würde-könnte-Ende sogar ein Tränchen verdrückt! Ausrufezeichen! (Jetzt ein Ohrwurm: „Hätte ich für jedes Hätte ich jedes Mal nur 50 Cent gekriegt …“)
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Lektüre weiterhin: Patti Smith – M Train.

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