Donnerstag, 30. August 2012

Die lauten Mädchen

Sie begegnen mir im Fitnessstudio, in der Umkleide, ich höre ihre Stimmen drei Schrankreihen weiter, immer leicht kratzig, auf die sexy Art, aufgedreht, sie sprechen schnell, sie sprechen Text, es geht zack auf zack. Wie der einen ihr Iphone gestohlen worden ist, oh nein echt, und dass die andere gestern sooo lange arbeiten musste, du warst im Urlaub?, wird die dritte gefragt, ich geb dir ne Woche, dann brauchst du wieder welchen, haha. Ich nenne sie: Die lauten Mädchen. Unklar, woher sie sich kennen, arbeiten sie zusammen, haben sie gemeinsam studiert oder sich tatsächlich bei der Fitness kennen gelernt, in einem der Kurse, die sie immer besuchen, schwitzend, die Hanteln stemmend, lächelnd noch beim zehntausendsten Crunch, wenn alle anderen schon erledigt sind, verdrehen sie höchstens mal die Augen. Ich schleiche schweigend an ihnen vorbei, vermeide es, sie anzuschauen, die lauten Mädchen mögen mich nicht, bilde ich mir ein, vielleicht weil sie merken, dass ich sie nicht mag. Dass ich höchstens halb so schnell spreche wie sie, höchstens halb so laut, und dass ich dieses locker-flockige Ein-Wort-gibt-das-andere überhaupt nicht drauf habe. „Affektiert“ ist das Wort, das mir zu ihnen einfällt, dabei bin ich mir sicher, dass sie immer so sind, genauso sprechen mit ihren Eltern und Freunden und Arbeitskollegen, und von affektiert kann dann ja wohl keine Rede mehr sein, wenn das, was auf mich gekünstelt wirkt, für sie Alltag ist. Der ständige Ton. Für mich: ein Fiepen im Ohr. Hast du das nicht auf Facebook gesehen?, ja ich schicks dir nochmal, kommst du morgen in den Kurs? Bis morgen dann also, tschüss! Tschüss meine Liebe, Küsschen! Still ist es zwischen den Schrankreihen, wenn die lauten Mädchen abgezogen sind, der Wirbel, den sie gemacht haben, legt sich innerhalb von Sekunden, und was bleibt, ist bloß die Tatsache, nicht so sorglos zu sein wie sie, nicht so eifrig und flink, auch kein Iphone zu besitzen, noch nichtmal im Urlaub gewesen zu sein, und überhaupt noch nie durchgehalten zu haben bis zum zehntausendsten Crunch.  

Donnerstag, 23. August 2012

„Ich möchte nicht, dass Sie mich anfassen.“


Diesen Satz habe ich gestern gesagt. Zum ersten Mal in meinem Leben.
Dabei hätte es bereits einige Gelegenheiten dafür gegeben; die früheste, an die ich mich erinnern kann, liegt so viele Jahre zurück, dass ich nicht einmal mehr die Namen der Beteiligten weiß: Ein Bekannter also stand zwischen einer Bekannten und mir, wir waren gemeinsam in der Stadt unterwegs, es wurde Straßenmusik gespielt, und er legte die Arme um uns, rechts links, und summte und schunkelte im Takt. 
Ekelhaft, darüber waren meine Bekannte und ich uns nachher einig. In der Situation gesagt allerdings haben wir: nichts.
Und zuletzt wäre der Satz vor ein paar Wochen angebracht gewesen, als der Yogalehrer mir bei der Endentspannung über die Arme und Beine strich, meinen Hinterkopf in seinen Händen wog. Angenehm war mir das nicht. Gesagt allerdings habe ich: wieder nichts.

Gestern aber. In der Bar, zu dem Typen, der sich zu uns gesetzt hatte, er wirkte ein wenig verwirrt, erzählte mir, er wohne um die Ecke, nannte mir den Straßennamen, er sei zum ersten Mal in dieser Bar, legte die Hand auf meine Schulter, und dann ich.
Ich möchte nicht, dass Sie mich anfassen.
Freundlich gesagt. Und er: Ja, schön, er wolle nur sagen, schön, eine schöne Frau sei ich, und einen schönen Abend wünsche er.
Danke.
Ich war so aufgeregt, dass ich erstmal aufstehen und rausgehen musste, E. kam mir nach, schlug einen Sitzplatzwechsel vor, ich saß dann hinterher neben J., der sagte, das wäre aber keine Männer-Frauen-Sache gewesen, der Typ hätte ihm auch die Hand auf die Schulter gelegt, und ich: OK, aber ich wollte eben nicht angefasst werden.
Interessiert mich nicht, was das für eine Sache war, hätte ich sagen sollen statt: OK.
Oh, es ist doch eine Männer-Frauen-Sache, sagte J. später noch, der Typ war längst aufgestanden vom Tisch, wandelte im Raum herum und warf mir hin und wieder intensive Blicke zu, die ich versuchte zu ignorieren.
Und dann, im Gespräch, legte J. die Hand auf meine Schulter, wie man das manchmal so macht, wenn man einander zugewandt ist und sich etwas erzählt, vertraulich, und ich merkte, dass er plötzlich stockte.
Du darfst das, sagte ich schnell. Wir kennen uns.
Ja nur, das war genau die Geste von eben, sagte er.

Furchtbar komplex, dieses ganze Wer-berührt-wen-wie-und-warum, denke ich jetzt. Mir fallen die Freundschaftsrudelbegrüßungsumarmungen ein, die ich nicht mag, und wie K. mir gestern auf den Hintern gehauen hat, weil ich vorhatte, ein Bier selber zu bezahlen statt es auf ihren Deckel schreiben zu lassen, was mir sehr gut gefallen hat. Wie awkward es manchmal sein kann, einer anderen Person auch nur die Hand zu geben. Die Instant-Intimität von gelungenen Ein-Nacht-Ständchen.
Und dass eine Geste nie genau die Geste von eben ist. 

Montag, 20. August 2012

Alltag

„Aber den einen Tag haben Sie noch gebraucht!“, sagt Frau K., als ich ihr erzähle, dass ich gestern nach dem Flohmarkt alle übrig gebliebenen Klamotten endlich in den Sammelcontainer fürs Rote Kreuz geschmissen habe. Und die Schuhe gleich mit dazu. Und die Taschen. Die übrigen Sächelchen und Sachen habe ich für die Nachbarn auf die Briefkästen gestellt.
Ich lache. „Genau, einen Versuch musste ich noch starten!“ Ein paar der Hosen stammten aus Abiturzeiten. Jedes Jahr wieder in den Schrank sortiert, jedes Jahr wieder nicht getragen. Weg damit. Warum fällt mir das so oft so schwer?
Heute denn auch die Möhren in den Müll geworfen, aus denen, als sie noch gut waren, Möhrensalat hätte werden sollen, mit Cashews und Rosinen, ein tolles Rezept, schon oft gemacht. Aber ich habe  derzeit keinen Nerv, mir ein auch nur etwas aufwändigeres Essen zuzubereiten. Dass deswegen Lebensmittel in meinem Kühlschrank vergammeln, ist natürlich strengstens zu verurteilen und sollte beobachtet werden.

Geste des Tages: Der Mann, vom Gang her Typ Cowboy, von der Kleidung Typ Bauarbeiter, der im Vorbeigehen dem kleinen Jungen, der bei den ersten dicken Regentropfen strahlend auf dem Gehweg steht, über den Kopf streicht. Dass mir das nicht übergriffig vorkommt, wundert mich im selben Moment. Aber die Geste ist dermaßen beiläufig, selbstverständlich, dass sie nicht mehr zu bedeuten scheint als das: Schön, wie du dich freust, mein Junge. 
Die Meldung neulich, dass eine australische Airline keine Männer mehr neben alleinreisenden Kindern platziert. Und der Aufschrei: Pauschalverdacht! Was mir dazu noch einfällt: diese Passage in der Tomboy-Besprechung von Ursula März: „So absolut unverzichtbar die öffentliche Aufklärung und Diskussion des Missbrauchs von Kindern in den vergangenen Jahren waren und in der Gegenwart sind, haben sie zugleich einen beklemmenden Nebeneffekt: das Misstrauen, auch das unbewusste Selbstmisstrauen, gegenüber dem Entzücken an kindlicher Physis. Wir sehen einen Vater im Schwimmbad mit seiner heranwachsenden Tochter herumtollen und werden, ob wir wollen oder nicht, von einem Verdachtsschatten befallen.“

Und dann die Wärme nach dem Regen, die sagt: Danke, das bisschen Feuchtigkeit kam mir gerade recht, damit ich noch ein bisschen schwüler werden kann.

Donnerstag, 16. August 2012

Nicht schlimmer als immer

„Hier ein guter Tipp für Ihre nächste Party: Laden Sie doch einfach mal nicht Ihre Freunde und Freundinnen ein und auch nicht die eigene Familie – gehen Sie in die Parks und an den Bahnhof und laden die ein, die da immer rumhängen, die Obdachlosen und die Armen. Was glauben Sie, was das für ein tolles Fest wird!“
Ach, ihr Christenmenschen mit euren peppigen Ideen. Lasst mich raten: Jesus? Na klar, Jesus hat das so gemacht. Der Wecker hat eben erst geklingelt, und auf Deutschlandfunk läuft die Morgenandacht. Gerade habe ich noch von A.s Eltern geträumt, die ich am Meer antreffen und die viel beherzter ins eiskalte Wasser springen würden als ich. Und früher in der Nacht habe ich geträumt, ich würde mit C. knutschen, was ich in Wirklichkeit noch nie getan habe. Aber schön, wenn mal was so völlig unkryptisch daherkommt.
Denn C. hat mir gestern erzählt, er sei inzwischen zweifacher Vater. Wie lange haben wir uns nicht gesehen, sechs Jahre? Und das Gespräch geht sehr langsam in Gang, C. ist zurückhaltend, zurückhaltender noch als ich. Der Part, den ich, und das wird mir in diesem Moment erst klar, meistens meinen Gesprächspartnern überlasse, bleibt also an mir hängen: Zunächst mal selber ein bisschen quatschen, dumm und ausführlich über dies und das. Dass es mich wundert, dass Wowi wegen dieser ganzen Flughafengeschichte noch nicht längst seinen Hut nehmen musste; dass ich mich freue, dass Brillen neuerdings wieder schmalere Seitenteile haben, undsoweiter.
Irgendwann sagt C. also, sein Leben sei ein wenig turbulent gewesen in der letzten Zeit. Organisationstechnisch oder, ich frage vorsichtig: Psychisch? Neinnein, psychisch alles wie immer, jedenfalls nicht schlimmer als immer, zum Glück. Eher das auf-die-Reihe-kriegen, denn: Kinder.
Ach.
C. lächelt, nicht breit, mehr für sich; weiß wahrscheinlich, dass mich das überrascht, sieht aus wie einer, den das selber manchmal noch überrascht. Ein Junge, ein Mädchen? Ja genau. Drei und ein halbes Jahr alt. Und war das, ich meine: geplant oder eher so passiert?, frage ich, immer brennend daran interessiert, wie Menschen zu der Entscheidung gelangen, Kinder zu kriegen. Na, mein Plan war es nicht. Aha, also eine Verschwörung gegen dich?, ich lache ihn an. Gewehrt habe ich mich aber auch nicht, fügt er hinzu.
Aber toll, oder?, toll!, verkünde ich.
Schon. Dass er jedenfalls viel Zeit auf dem Spielplatz verbracht habe, sagt C. noch. Ja, sechs Jahre haben wir uns nicht gesehen, und sechs Sätze hat er in etwa gebraucht, um auf das zu sprechen zu kommen, was sein Leben derzeit ausmacht. Viel Zeit auf dem Spielplatz. Und ich mit meinem Gequatsche von Wowi und Brillengestellen. 
Und dann kommt eine andere Frau hinzu, und dummerweise verstehe ich die Sprache kaum, in die sie und C. jetzt wechseln, und nehme mein leeres Weinglas als Vorwand, um zu verschwinden.

Mittwoch, 8. August 2012

Meine Faust, nicht mein Lächeln

So let’s teach girls to survive a misogynist culture with a fist, not a smile.
(Danke an aufZehenspitzen für den Link)

Erinnert mich daran, wie meine Mutter mir mal sagte, wenn ich mir eines Tages die Nase operieren lassen wolle, würden sie und mein Vater das schon bezahlen. Da war ich vielleicht sechzehn? Als ich Jahre später P. davon erzählte, sagte er, ich solle das Geld doch nehmen, mir dafür aber die Brüste vergrößern lassen. Scherz. Und immer ein Riesenlacher, wenn ich das erzähle in größerer Runde. Und wie ich mich bei meiner Mutter mal rückversicherte, da war ich vielleicht vierzehn, sie solle mir aber sagen, wenn sie den Eindruck habe, ich werde zu dick? Und sie so: Ja, mach ich. Erste Diät dann bald angefangen, ohne dass irgendjemand mich dazu noch hätte ermuntern müssen.

Der "Haiku on getting up in the morning" funktioniert auch hervorragend "on thinking back to these things": 
http://www.newyorkshitty.com/williamsburg/82686

Dienstag, 7. August 2012

Lass sehen, sag ich


Schon seltsam, dass mir derzeit so vieles in den Sinn kommt, Texte, Songs, aber auch Begegnungen mit Menschen, die mir vor vierfünf Jahren wichtig waren. Oder vielleicht auch nur Ausdruck der Tatsache, dass mein jetziges Leben auf eine Art sehr dem von vor vierfünf Jahren ähnelt, und ich so quasi wieder anschließe. Heute also ein Gedicht von Dieter Wellershoff, veröffentlicht 2008 in dem Band Zwischenreich, geschrieben allerdings schon 1971, da war Wellershoff 46 Jahre alt. Alle Gedichte in diesem Büchlein sind in den 70er, 80er Jahren entstanden; einer Zeit, in der das Leben des Autors, wenn man von den Gedichten auf seine Person schließt (was eigentlich unzulässig ist, aber in einem Interview, das ich damals hörte, gab Wellershoff selbst die Erlaubnis zu dieser Art der Rezeption), von einem großen existenziellen Zittern geprägt war. Kein Titel.

Die neuen Erkenntnisse bleiben undeutlich
und vielleicht sind es keine.
                                     Aber
das Zimmer ist wieder das Zimmer
und jeder weiß was das ist
Wände Bilder Vorhangfalten
besonders nachts
rechnet jeder mit der Wirklichkeit.

Und ich gehe ein wenig hin und her
in der Wirklichkeit oder
was dasselbe ist zwischen den
Einflüsterungen der Gegenstände:
Nenn mich Stuhl nenn mich Tisch.

Und ich nenne sie Stuhl und Tisch.

Besonders nachts
gehe ich ein wenig hin und her
in Häusern mit Zimmern
vollgestellt mit kleinen
Häusern mit Zimmern voller
Häuser mit Zimmern
wo ein verzweifelter Puzzle-Spieler
versucht sich ein Bild zu machen.

Laß sehen sag ich.

Aber das Zimmer ist
wieder das Zimmer
Wände Bilder Vorhangfalten
jeder weiß was das ist.
Besonders nachts gehe ich
ein wenig hin und her.

Was ich an dem Gedicht so mag: Die sanfte Unruhe. Kein Getriebensein, eher Schlaflosigkeit, und doch ein wenig mehr als das. Und diese Unsicherheit von Anfang an. Der Versuch, sich an dem festzuhalten, was man gemeinhin Wirklichkeit nennt, an dem, was jeder weiß: und wie dieser Versuch misslingt. Und das Häuser-mit-Zimmern-Bild rührt mich zu Tode: Dass, wenn man sehr genau hinschaut, eben nicht alles einfacher wird, sondern bloß kleinteiliger, immer noch eine Welt in der Welt in der Welt, ineinandergesteckt, verschachtelt. Auch den verzweifelten Puzzle-Spieler mag ich in all seiner Deutlichkeit. Und dieser Moment, in dem man versucht, sich selbst über die Schulter zu schauen, und in dem einem alles abhanden kommt; manchmal sogar das Verständnis dafür, womit man sich eigentlich gerade abmüht, und weshalb. Nur die Unruhe bleibt.

Sonntag, 5. August 2012

Älterwerden – ein paar unsortierte Gedanken

R. hat mir oft gesagt, wie schlimm es sei, 30 zu werden. Alles würde sich dann ändern. Und weil ich diese Rede ermüdend fand, habe ich dazu immer nur geschwiegen. R. ist sieben Jahre älter als ich, und dass sie Älterwerden deswegen als so schlimm empfinde, weil sie lange Zeit Anerkennung ganz einfach dafür bekommen habe, in vielen Zusammenhängen die Jüngste gewesen zu sein, und gut auszusehen, hat sie mir irgendwann auch noch gesagt.

Ich denke an K.s Nichte, ein ungemein liebreizendes, aufgewecktes, hübsches Kind, voriges Jahr ist sie eingeschult worden. (Und vor zwei Jahren saß sie auf der Hochzeit von R. und B. neben mir und wollte wissen, wieviel ich verdiene. Ihr ungläubiger Blick, als ich „Zilliarden Euro“ sagte. Ihr noch ungläubigerer Blick, als sie mich fragte, ob sie noch ein paar Kirschen essen dürfe, und ich sagte: „Du darfst soviele Kirschen essen, wie du willst.“ Wie selten man diese Erlaubnis wohl bekommt als Kind: soviel Du willst, sooft Du willst, solange Du willst. Und wie selten man sie sich als Erwachsener selber gibt.)
K.s Nichte also, der die Tatsache, dass Erwachsene sie als ungemein liebreizend, aufgeweckt und hübsch wahrnehmen, natürlich nicht verborgen geblieben ist. Und die deswegen klarerweise vor jedem sich bietenden Spiegel erstmal eine Pirouette drehen muss. Wofür sie von Opa, Vater und Onkel wiederum kritische Blicke erntet. Sei hübsch, aber sei nicht eitel. Weiter gedacht: Uns darfst Du, sollst Du gefallen, Dir selbst aber nicht – jedenfalls nicht so. 
Mein liebes Kind, Du lernst es früh.

Und meine Erleichterung, als ich vor Jahren einmal in einer Buchrezension über diesen Absatz stolperte: „Als Frau kann man sein wahres Alter daran bemessen, ob man sich noch darum sorgt, gegen welche Avancen (...) man sich heute wieder zur Wehr setzen muss. Wahrscheinlich muss man die ständige Anmache erlebt haben, um den Genuss zu ermessen und das wunderbare Gefühl der Erleichterung, die mit dem Umstand einhergehen, älter und endlich in Ruhe gelassen zu werden. Und um die Wut zu ermessen, die einen früher begleitete.“
Dass der Krieg der Blicke also kein Problem meiner individuellen Wahrnehmung ist, sondern dass es vielen Frauen so geht. Und dass es irgendwann aufhört. Die Entspanntheit der Frauen ab 40, die mir im Job häufig begegnen, und bei denen ich den Eindruck habe: Die haut nix mehr um. (Und wie eine kanadische Bekannte mir einmal erzählte, sie hätte diese Frauen mit ihren praktischen Kurzhaarfrisuren, ihrer Beleibtheit, den Jeansblusen, der patent-zupackenden Art anfangs noch für lesbisch gehalten, bis ihr klar geworden sei, dass sie eigentlich ganz typisch seien für einen bestimmten Schlag Mensch, hierzulande.)